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Heilende Operation beim Grauen Star für Kinder

Verantwortlicher Autor: Dieter Theisen/Tanja Plenk Bensheim/Duisburg, 25.11.2023, 16:51 Uhr
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Bensheim/Duisburg [ENA] In der Weihnachtszeit werden oft Wunder wahr. Wie gerne würden die Kinder eines dieser Wunder auch einmal erleben ,wenn Sie doch nur sehen könnten .Mehr als eine Million Kinder sind weltweit von Blindheit betroffen. Die allermeisten von ihnen leben in den Ländern des globalen Südens. So wie der zehnjährige Josué aus der Demokratischen Republik Kongo. Der Junge war blind durch Grauen Star. Durch eine einfache OP.

Durch diesen Eingriff erhält Josué das Augenlicht zurück. Eine winziger Aktion der sein Leben veränderte. Der Junge ist nicht länger ausgegrenzt. Endlich kann er zur Schule gehen und mit anderen Kindern spielen. In den ärmsten Regionen der Welt aber können sich viele Familien eine solche Operation nicht leisten. Deshalb bietet die Christoffel-Blindenmission (CBM) Aufklärung und medizinische Hilfe – damit Kinder wie Josué wieder sehen.

Nur allzu gerne wäre Josué ein Junge so wie alle anderen in seinem Viertel. Und nichts täte er lieber, als mit den Nachbarskindern Fußball zu spielen. Doch der zehnjährige Junge ist nahezu blind, er hat Grauen Star. Deshalb sitzt Josué meist allein vor seiner aus Holz und Wellblech zusammengeschusterten Hütte, während die anderen Kinder ausgelassen zwischen Wäscheleinen herumtoben. Josués Familie lebt in einem Armenviertel der Hauptstadt Kinshasa. Dass mit seinen Augen etwas nicht stimmte, bemerkte seine Mutter bereits sehr früh: „Schon als kleiner Junge hat Josué immer schlechter gesehen“, berichtet sie: „Aber wir hatten nie das Geld für einen Arztbesuch.“

Andere Kinder erkennt Josué nur noch an der Stimme. Auch zur Schule geht Josué nicht, weil er nicht sehen kann. Andere Menschen erkennt er inzwischen nur noch an der Stimme. Seine Mutter lebt in ständiger Angst, dass Josué etwas zustößt. Denn immer wieder fällt der Junge hin. Deshalb erlaubt ihm seine Mutter auch nicht, nach draußen zu gehen. Doch gleichzeitig schmerzt es sie, ihren Sohn so ans Haus zu fesseln. „Wenn er fragt, warum er nicht wie die anderen zur Schule gehen kann, versuche ich, ihm Hoffnung zu machen und sage, dass auch er eines Tages zur Schule gehen wird.“ Die Mutter weiß: Ohne eine Behandlung wird Josué ein Leben lang auf andere angewiesen sein.

Aber der Junge hat Glück: In den Slums von Kinshasa sucht eine Sozialarbeiterin gezielt nach Kindern, die wie er an Grauem Star leiden. Sie gehört zum Team einer CBM-geförderten Augenklinik in der Hauptstadt Kinshasa. Und sie sorgt auch dafür, dass der Junge dort kostenlos untersucht wird Der behandelnde Augenarzt Dr. Janvier Kilangalanga hat schon unzählige Patientinnen und Patienten am Grauen Star operiert: „Grauer Star ist eine der Hauptursachen für Erblindung in der Demokratischen Republik Kongo und in Afrika“, berichtet er.

Der Augenarzt weiß, dass das bei Kindern besonders dramatisch ist. Denn nur wenn sie rechtzeitig operiert werden, lernt ihr Gehirn noch, Sehsignale gut zu verarbeiten. Sonst droht ihnen ein Leben im Abseits. „Diese Kinder können oft nicht zur Schule gehen und später nicht arbeiten. Sie bleiben arm und werden abhängig von anderen Familienmitgliedern“, so Kilangalanga. Nach der Operation ist Josué wie verwandelt. Strahlend sitzt er auf seinem Bett. Seine Augen leuchten, als er seine Mutter erkennt und plötzlich auch seine Umgebung klar wahrnimmt. Auch Josués Mutter ist erleichtert und glücklich. Endlich kann ihr Junge ein Leben führen wie alle anderen Kinder auch. Sein Traum, zur Schule zu gehen, wird endlich wahr.

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