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Das süße Leben der Hamas-Elite

Verantwortlicher Autor: Sharon Oppenheimer Jerusalem, 19.11.2023, 16:26 Uhr
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Kibbutz Be'eri vor dem 7. Oktober 2023
Kibbutz Be'eri vor dem 7. Oktober 2023  Bild: Sharon Oppenheimer

Jerusalem [ENA] Weltweit wird Gaza symbolisch für das Elend und die Armut der Palästinenser gesehen, sogar als das „größte Gefängnis der Welt“ oder schlimmeres wahrgenommen und Israel wird dafür angeprangert, dabei verließ Israel den Küstenstreifen bereits im Jahr 2005.

Die öffentliche Wahrnehmung im Westen und anderswo ist bizarr: Wellblechhütten, Zelte, Hunger und Elend, wo keine Zelte und Hütten sind. Dabei existieren keine Slums, sondern betonierte Wohnsilos, wie in europäischen Städten auch. Unter den etwa zwei Millionen Menschen des Gazastreifens gibt es Hunderte von Millionären und eine Arbeitslosigkeitsrate von etwa 40 %. Das war zumindest der Stand vor dem 7. Oktober 2023.

UNHCR und UNRWA sind die Flüchtlingsorganisationen der UNO. UNRWA ist die das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästinenser und die UNHCR für den Rest der Menschheit. UNRWA definiert als palästinensische Flüchtlinge Personen, deren Wohnsitz im Zeitraum vom 1. Juni 1946 bis 15. Mai 1948 Palästina war und die infolge des Konflikts von 1948 ihr Zuhause als auch ihre Lebensgrundlage verloren hat. Juden sind davon ausgeschlossen. Auch hat es niemals ein Land oder einen Staat namens Palästina gegeben. Die Aufgabe der UNHCR ist, Flüchtlinge in Zufluchtsländer zu integrieren. Komischerweise macht die UNRWA das Gegenteil: Der Flüchtlingsstatus bleibt erhalten und ist erblich.

Bis 1967 war der Gaza-Streifen von Ägypten besetzt und niemand in der großen weiten Welt klagte, nicht weil es ihnen mit den Ägyptern so gut ging, sondern weil Israel nicht involviert war. Nach dem Sechstagekrieg kam die Gegend unter israelische Verwaltung. Israel investierte dort im Bau von sozialen Einrichtungen, Verkehrswegen, Schulen, Trinkwasser- und Stromversorgung, Wohnhäuser und gaben der Bevölkerung Arbeit. Das in die Schlagzeilen gekommene Shifa-Krankenhaus wurde auch von den Israelis erbaut und deren Kellern liegt die Schaltzentrale der Hamas. Die Israelis hatten 2005 den Gazastreifen aufgegeben und eine intakte Infrastruktur hinterlassen.

Anstatt die hinterlassenen Wohnhäuser, landwirtschaftlichen Betriebe und Fabriken zu nutzen, wurden diese nach der Übergabe an die „Palästinenser“ geplündert, gebrandschatzt und abgefackelt. 2006 gewann die Terrororganisation Hamas die Wahlen in Gaza. Das hinderte jedoch Staaten, Hilfsorganisationen und NGOs nicht weiterhin dort Milliarden Euros an Steuergeldern und Spenden hineinzupumpen. Die Einwohnerzahl stieg von 380 000 im Jahr 1967 auf über 2 Millionen im Jahr 2022. Katar ist nicht der einzige Geldgeber der Hamas. Außerdem erhielt die Gruppe in den letzten zwei Jahren fast 400 Millionen US-Dollar von den Vereinten Nationen, die Hamas nicht als Terrororganisation anerkennen.

Terrororganisationen haben mafiöse Strukturen und die Hamas Führungsriege frönt einem verschwenderischen Lebensstil. Die führenden Köpfe leben seit Jahren in Katar und in der Türkei. Auf TikTok zeigen sie ihre Luxusfahrzeuge, ihre Villen und Swimmingpools oder Faulenzen in den Betten von Luxushotels– alles ohne Frauen – versteht sich. Der Hamas-Anführer und Regierungschef in Gaza Ismail Haniyeh, Vater von 13 Kindern steuert von Luxushotels in der Türkei und Katar den Hamas-Terror. In seinem Privatjet fliegt er zwischen Teheran, Istanbul, Moskau und Kairo hin und her und posiert für Instagram-Fotos.

Sein Sohn Maaz ist im Gazastreifen wegen seines Immobilien-Reichtums bekannt und bei seinen Türkei-Aufenthalten spart er nicht an Frauen und Alkohol. Das Alkoholverbot der islamischen Gesetze schert ihn wenig. Sein Bruder Abdel Salam veruntreute als Sportbeauftragter des Politbüros der Hamas Gelder. Das geschätzte Vermögen der Familie Haniyeh beträgt mindestens 2,5 Milliarden US-Dollar. Nummer Zwei der Hamas, Mousa Abu Marzook lebte mit seinen 6 Kindern 14 Jahre in den USA, war stolzer Besitzer einer Green Card. 1998 zog er nach Jordanien, drei Jahre später nach Syrien und tauchte 2012 in Kairo auf, um als „Außenminister“ die Terrortruppe Hamas und Gaza zu vertreten. Geschätzt wird sein Vermögen auf zwei Milliarden Dollar.

Khaled Mashal tat der Arabische Frühling nicht gut und er setzte sich 2012 aus Damaskus ab nach Katar, von wo aus er Immobilien- und Finanzgeschäfte für die Hamas abwickelt. In seiner Funktion als Leiter des Politbüros soll 1,5 Milliarden Dollar aus dem Hamas-Hauptquartier in Damaskus gestohlen haben. Wohin flossen die Hilfsgelder außer in die Taschen des Hamas Kaders?

Unter dem Gazastreifen existiert ein riesiges Netzwerk von Tunneln, eine unterirdische Stadt, die für Schmuggel- und Kriegszwecke genutzt werden. Das unterirdische Tunnelnetz ist mehr als 500 km lang und ermöglicht es der Hamas und anderen militanten Gruppen, Waffen zu lagern, sich unterirdisch zu bewegen, zu kommunizieren, zu trainieren, Angriffe zu starten, Geiseln zu transportieren und sich zurückzuziehen, ohne von israelischen oder ägyptischen Behörden entdeckt zu werden. Jedes Jahr feuerte die Hamas Hunderte von Raketen auf Israel ab und schickte Terroristen durch die Tunnel, um Terroranschläge auszuführen.

Der 7. Oktober 2023, ein jüdischer Feiertag, Simchat Tora veränderte alles. Terrorkommandos durchbrachen die Grenze zu Israel und es kam zum schlimmsten Pogrom an Juden seit 1945. Sie hatten sadistische Befehle, so viele Juden wie möglich zu töten und zu entführen. Sie vergewaltigten und verstümmelten die israelischen Frauen, denen sie begegneten. Die Terroristen verbrannten Babys bei lebendigem Leibe in Küchenöfen. Minderjährige Mädchen wurden ebenso wie ihre Mütter vor den Augen anderer Familienmitglieder brutal behandelt. Großmütter, sogar solche im Rollstuhl, wurden sexuell missbraucht.

Die Terroristen und ihr Gefolge filmten ihre abscheulichen Taten, die sie in den sozialen Medien teilten und streamten. Sie entführten ihre Opfer, darunter Babys und Kinder, nach Gaza, wo sie sie misshandelten und als Geiseln festhalten. Die Berichte über barbarische Gräueltaten an diesem Tag sind erschreckend. Ein Mädchen, Zeugin einer Gruppenvergewaltigung, sagte den Ermittlern: „Ich sah, wie die Palästinenser sie niederbeugten, vergewaltigten und sie einfach an den nächsten Terroristen weitergaben. Sie schnitten ihr die Brust ab und spielten damit“.

Kinder aus Gaza im Alter von 10 Jahren und Frauen beteiligten sich an massiven Massakern an Juden. Die Hamas hat ihre fast zwei Jahrzehnte währende Herrschaft über Gaza genutzt, um eine Generation von Palästinensern als Waffe gegen den jüdischen Staat einzusetzen. Zusätzlich zu den Kindern beteiligten sich Tausende gewöhnliche Bewohner Gazas, darunter auch Teenager, an dem blutigen Amoklauf der Hamas in den Gemeinden im Süden Israels.

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