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Naturparks und Schutzgebiete der Basilikata

Verantwortlicher Autor: Dott. Francesco Pace Matera Basilikata, 04.03.2026, 15:26 Uhr
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Die Monticchio-Seen im Vulture-Gebiet – vulkanische Landschaft und wichtiges Naturreservat der Basilikata.
Die Monticchio-Seen im Vulture-Gebiet – vulkanische Landschaft und wichtiges Naturreservat der Basilikata.  Bild: Wikimedia Commons – freie Lizenz / teilweise Public Domain

Matera Basilikata [ENA] Die Basilikata gehört zu den naturreichsten Regionen Süditaliens. Nationalparks, Regionalparks und zahlreiche Schutzgebiete des europäischen Natura-2000-Netzwerks bewahren wertvolle Ökosysteme. Gleichzeitig entwickelt sich die Region zunehmend zu einem Ziel für nachhaltigen Naturtourismus.

Die Basilikata zählt zu den italienischen Regionen mit einem besonders hohen Anteil geschützter Naturflächen. Nach Angaben des italienischen Umweltministeriums und der Region Basilikata steht mehr als ein Drittel des Territoriums unter Naturschutz oder gehört zum europäischen Natura-2000-Netzwerk. Dieses System umfasst Nationalparks, Regionalparks sowie zahlreiche Schutzgebiete mit großer ökologischer Bedeutung. Die Landschaft reicht von Gebirgszügen des südlichen Apennins über dichte Wälder bis zu Flusstälern und Feuchtgebieten. Diese Vielfalt macht die Region zu einem wichtigen Rückzugsraum für viele Tier- und Pflanzenarten und zu einem bedeutenden Naturraum im Mittelmeerraum.

Nationalpark Pollino mit der seltenen Lorbeerkiefer – Symbol der wilden Berglandschaften Süditaliens.

Zu den wichtigsten Schutzgebieten gehört der Nationalpark Pollino, der sich zwischen Basilikata und Kalabrien erstreckt und der größte Nationalpark Italiens ist. Charakteristisch für diese Landschaft ist die seltene Lorbeerkiefer, ein Symbolbaum des Parks, der auf felsigen Höhenlagen wächst. Ebenfalls von großer Bedeutung ist der Nationalpark Appennino Lucano Val d’Agri Lagonegrese, der 2007 eingerichtet wurde. Hier finden sich ausgedehnte Wälder, Berglandschaften und zahlreiche geschützte Tierarten. Zu den bekanntesten gehören der Apenninwolf, Rehe sowie verschiedene Greifvögel, die als wichtige Indikatoren für intakte Ökosysteme gelten.

Neben den Nationalparks verfügt die Basilikata auch über bedeutende Regionalparks. Besonders bekannt ist der Regionalpark Gallipoli Cognato und Dolomiti Lucane, dessen markante Felsformationen und Eichenwälder zu den eindrucksvollsten Landschaften Süditaliens zählen. Ein weiteres wichtiges Schutzgebiet ist der Naturpark des Vulture, der das vulkanische Gebiet rund um den Monte Vulture sowie die bekannten Monticchio-Seen schützt. Diese Landschaft verbindet geologische Besonderheiten mit einer reichen Tier- und Pflanzenwelt. In den letzten Jahren hat sich die Region zudem zu einem beliebten Ziel für Wanderer und Naturtouristen entwickelt.

Neben den großen Parks ist die Basilikata auch Teil des europäischen Natura-2000-Netzwerks mit 41 Sites von gemeinschaftlicher Bedeutung (SIC) und 17 Vogelschutzgebieten (ZPS). Diese Schutzgebiete dienen dem Erhalt besonders wertvoller Lebensräume und bedrohter Arten in Europa. Zu den bekanntesten zählen der Bosco Pantano di Policoro, eine der letzten ursprünglichen Auenwälder Süditaliens, die Costa Ionica Foce Sinni, ein wichtiges Feuchtgebiet an der ionischen Küste, sowie das Berggebiet des Monte Sirino mit seinen alpinen Ökosystemen.

Bibliografischer Hinweis Wer sich näher mit den Natur- und Schutzgebieten der Basilikata beschäftigen möchte, findet eine vertiefte Darstellung im Buch von Francesco Pace mit dem Titel „Leitfaden zu den Schutzgebieten der Basilikata: Parks, Reservate, Naturgebiete und WWF-Oasen“. Der Band bietet einen Überblick über Naturparks, Reservate und bedeutende Landschaften der Region sowie Hinweise zur Bedeutung des Naturschutzes und des nachhaltigen Tourismus. Das Buch umfasst 192 Seiten und wurde beim Verlag EditricErmes veröffentlicht. ISBN-10: 8887687234; ISBN-13: 978-8887687231.

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